Nach einer für manchen allzu kurzen Nacht fand um 08:00 Uhr das gemeinsame reichhaltige Frühstück statt. Vor allem die frischen Früchte fanden grossen Anklang, der Vitaminhaushalt wurde vielerorts vorsorglich gefüllt.

Die Gepäckdeponie in der Empfangshalle nach dem Frühstück war beeindruckend. Noch beeindruckender war aber das anschliessende Verstauen der Basecamp-Taschen auf die Fahrzeuge.
So eine Expeditionstasche hat ein durchschnittliches Gewicht von etwa 20 – 30 Kilo und ist damit nicht gerade ein Leichtgewicht.

 

Während die verschiedenen Angestellten so ihre Mühe damit bekundeten die Taschen von der Strasse auf das etwa 3 Meter höhere Fahrzeugdach zu verbringen, wollten Nöldi Forrer und Michael Bless wohl das rituelle Morgentraining absolvieren.
Sie schnappten sich jeweils die Taschen und warfen sie mit einer gewissen Eleganz, aber vor allem mit viel Körperkraft den auf dem Autodach stehender Person zu.
Es war ein Schauspiel, welches auch diverses Hotelpersonal zu staunenden Zuschauern machte.

Leider mussten wir uns vor der Abfahrt von zweien unserer Gruppe verabschieden, welche durch einen traurigen Familienanlass gezwungen waren die Rückreise anzutreten. Marianne und Werner Göschler, wir werden euch bei uns vermissen!

Die Fahrt von Nairobi nach Arusha war dagegen ein Schauspiel anderer Art. Ein Grossteil der Fahrstreckefand auf geteerten Strassen statt, aber so manches Wegstück war Schotterpiste mit vielen, vielen Schlaglöchern. Das ungewohnte Essen führte auch zum einen oder anderem „Nothalt“, bei welchem gleichzeitig die Natur bewundert werden konnte. Affen, und damit waren nicht wir Teilnehmer gemeint, Sträusse, diverse Nutztiere und die unbekannte Fauna stiessen auf grosses Interesse.

Nach dem Grenzübertritt nach Tansania fand das Mittagessen im „Felde“ statt. Unter einem Baum unweit der Strasse hatten fleissige Helfer einen provisorischen Grill aufgebaut, die Reisegruppe konnte sich zu Tisch verwöhnen lassen und das gute Essen in einer atemberaubender Kulisse geniessen.

Trotz der abwechslungsreichen Landschaft konnte ein Teil der Expedition nicht die Finger von des Schweizer liebster Freizeitbeschäftigung lassen: Jassen! Als schlussendlicher Gewinner der Jassrunde wurde Nöldi Forrer ermittelt.

Michael Bless gab jeweils zu Anfang ungestüm Gas, um schliesslich gegen Ende mit Kondition wieder an Boden zu gewinnen. Ob sich der Kampf auf dem Kilimanjaro wohl ähnlich gestalten wird? Zumindest fand unterwegs schon eine Anwärmrunde statt und ein Zwischenhalt an einer Tankstelle wurde zu einem spontanen freundschaftlichem Kampf genutzt.

In Arusha angekommen wurden schnell die Zimmer bezogen, um sich im Pool von der staubigen Anreise zu erholen und gemeinsam das bisherige Tagesgeschehen zu verarbeiten. Das spätere Nachtessen fand über mehrere Zwischengänge statt und gab dem Tag die perfekte Abrundung.