Reisebericht by Sherpa Outdoor Thierry Hennige

Beim Frühstück offenbarten sich die Spuren der kurzen Nacht. Gestaffelt (oder auch ganz auslassend) wurde es eingenommen, nährreich wie eh und je. Massenhaft Früchte, Fruchtsäfte, Käse, Brot mit Butter, Honig und Konfiture. An einem Tische war aber die Unterhaltung eher leise…

Der Ruhetag wurde gut ausgenutzt: die dreckige Wäsche wurde zur Wäscherei gebracht, das bisher Erlebte gemeinsam reflektiert, die gemachten Videos und Bilder bewundert und in der noch sehr jungen Vergangenheit geschwelgt. Der Tenor war eindeutig: „Noch einmal auf den Kilimanjaro? Ich bin doch nicht verrückt! Aber nächstes Jahr vielleicht…“.

Der Pool war bald schon gut besetzt, die Sprünge ins Wasser mutiger und die Liegematten waren wie bei den Deutschen mit Badetüchern belegt. Nur, dass bei uns Schweizern dies erst um 11:00 Uhr geschieht und wir nicht um 06:00 Uhr morgens dahin eilen, damit wir auch sicher den besten Platz haben.

Kaum richtig den Tag begonnen, gab es bereits ein „kleines“ Mittagessen mit Tomatensuppe, einem perfektem Steak und frischem Salat. Irgendwie war es einem mulmig, sich in Afrika dermassen verwöhnen zu lassen, doch das Essen liess das aufklingende schlechte Gewissen bald verstummen.

Der Nachmittag wurde gleich vertrieben wie der Vormittag. Es stand aber noch das Endspiel Fahnenteam Wil gegen Schwinger im Billard statt. Der Match begann beim Stand von 4:3 für die Fahnenmacher. Der Tisch erlebte einen harten Kampf bis zum Ende der Partie, so manche Kugel trägt noch heute Narben von der Schlacht. Ob überhaupt erwähnt werden muss, dass das Fahnenteam gewann?…Die Schwinger besiegten sich selbst durch ein ungewolltes Foul, als die schwarze Kugel in das falsche Loch spediert wurde. Die Ausrede, dass man auf der südlichen Halbkugel den Tisch verkehrt benutzen würde, wurde nicht akzeptiert.

Beim Nachtessen war die Stimmung, wie während der ganzen bisherigen Expedition ausgelassen und fröhlich. Bereits kurz nach Ende kamen die bekannten Gesangstalente zum Einsatz, die Reste des Schnupftabaks wurden geschnupft, der Weinkeller auf seine Nachhaltigkeit geprüft und die arme Natur an den Anschlag gebracht, als eine weitere Nacht keine Ruhe erlebte.