Pünktlich um 22:00 Uhr fand das Wecken statt. Die TeilnehmerInnen waren schnell abmarschbereit, doch organisatorische Engpässe unter den Trägern verzögerten den Start. Auch entschieden sich zwei Personen vernünftigerweise unten zu bleiben, bzw. das vorherige Camp anzulaufen. So starteten schliesslich 27 Personen, um den Kilimanjaro zu besteigen. Das Wetter war wie bisher: sternenklar, eiskalt…
Der Weg war zu Beginn gemütlich flach, zog aber bald stark an. Staubig, mit feinen Steinen angereichert, ging so mancher Schritt anstatt vorwärts rückwärts…Die Kopflampen beleuchteten den steilen Hang, welcher mehr als 1‘000 Höhenmeter als Herausforderung bot. So sah man stets weit voraus wie hoch es noch war, bzw. konnte zurückblicken und die bereits zurückgelegten Metern bewundern.
Bald wurde die Expedition auseinander gerissen und in kleinere Gruppen gesplittet, um das individuelle Tempo zu ermöglichen. Leider mussten wir uns unterwegs von zwei weiteren Teilnehmern trennen, welche die Höhe und die Geschwindigkeit zu schaffen machte. Auch problematisch war der fehlende Schlaf, mancher Fehltritt hätte unglücklich enden können.
Nachdem endlich der Steilhang erfolgreich bezwungen war offenbarte das Holzschild „Gilman’s Point 5‘681 M.ü.M.“ (übersetzt). Die meisten machten sich auf dem Weg nach Uhuru Peak, 5‘895 M.ü.M. Der starke Wind kostete Kraft und Überwindung. Unsere beiden Schwinger verzichteten aufgrund des starken Windes und der angespannten Wettersituation den Schwingkampf von 4200 m.ü.M zu toppen.. Als die Sonne die ersten scheuen Versuche startete die Gegend zu erhellen, tauchten aus der verdrängten Dunkelheit grandiose Gletscherlandschaften auf. Der Blick von der Spitze auf die darunter liegende Landschaft war atemberaubend. Doch der stürmische Wind drängte zu einem baldigen Abstieg.
Der Rückweg verlief problemlos. In der Hütte auf 4‘700 M.ü.M. wurde ein schnelles Frühstück eingenommen, bevor der Abstieg zur Horombo Hütte auf 3‘720 M.ü.M. individuell unter die Füsse genommen wurde.
Die effektiv geleisteten Höhenmeter der TeilnehmerInnen wird bald präsentiert. Gesamthaft kann aber bereits jetzt festgehalten werden, dass alle ausserordentliches geleistet haben und auf ihre Leistung stolz sein dürfen.