Reisebericht by Sherpa Outdoor Thierry Hennige

Von der Horombo-Hütte aus wurde der Weg zum Gate individuell begangen, um den verschiedenen Geschwindigkeiten gerecht zu werden. Dem entsprechend lange war am Ende die Wartezeit am Eingangsgate zum Kilimanjaro-Gebiet, bis die letzten TeilnehmerInnen eintrafen. Es gab einen ersten kleinen Apéro, während die Porter und die Guides für ihre Leistung das Trinkgeld erhielten. Der eine oder andere Expeditionsteilnehmer wäre ohne Porter/Guide nicht auf den Berg gekommen, wie freimütig eingestanden wurde.

Während der Rückreise mit dem Bus zur Dik-Dik Lodge wurden von den beiden Schwingern wie bisher auch die Jass-Karten hervorgenommen und ein Schällen-Jass geklopft. Die Ablenkung tat gut, denn die so verpassten Überholmanöver des Fahrers waren so abenteuerlich wie die Strasse. Erstaunlich, dass ein so armes Land sich derart viele geschwindigkeitsberuhigende  Strassenschwellen leisten kann…die hintere Achse wurde oftmals an den Anschlag gebracht!

Bei der Ankunft an der Dik-Dik Lodge wurde ein grosses Wiedersehen gefeiert. Es wurde ein klassischer Schweizer Apéro gereicht: Mineralwasser, Orangensaft, Weisswein und Sonnenbräu-Bier. Zu essen gab es Bü…Bü…Bündnerfleisch (Alt-Bundesrat Merz hätte seine Freude gehabt), Rohschinken und frischen Appenzeller Käse. Mama Matata und die Frauen hatten Wunder herbei gezaubert, das Personal war gleichzeitig mit „Appenzeller Schürzen“ und Mützen angekleidet. Es gab sofort die ersten Heimatgefühle, wie im Appenzell.

Nach einer längst überfälligen Dusche und der Rasur erkannte man so manches Gesicht wieder, der Pool fand schnell Anklang. Das Nachtessen wurde dem Apéro gerecht, mitten im afrikanischen Dschungel gab es ein Fondue-Chinoise mit allem was dazu gehört. So man schon in Heimatsgefühlen schwelgt, gehört selbstverständlich nach dem Essen noch Schnupftabak mit Schnupfspruch, der „Siegerstumpen“,  viele Folklorelieder und jede Menge Wein und Bier dazu.

Die Diplomübergabe der Leistung am Berg  fand bei viel Applaus und mancher heimlich verdrückten Träne statt. Jeder Teilnehmer erhielt ein Diplom, auf welchem der höchste Punkt am Kilimanjaro, inkl. Datum des Erfolges und des eigenen Alters, vermerkt war. Die Redaktion ist sich sicher, das Diplom wird in manchem Heim einen verdienten Ehrenplatz erhalten.

Eine erste Gepäckaufgabe fand statt, welches bis am nächsten Tag um 06:00 Uhr auf das Fahrzeug verladet werden würde und den Landweg antreten wird. Mama Matata wird gemeinsam mit Roger Rissi die Landroute unter die Räder nehmen, während der Rest am Dienstag den Flugweg nehmen wird.

Wie um das Überleben zu feiern wurde einmal mehr bis spät in die Nacht, oder besser gesagt früh in den Morgen gefeiert. Eine endgültige Nachtruhe fand erst um 03:30 Uhr statt…